Von Deutschland nach Spanien und zurück - 5000 km auf dem Bike

Ein Reisebericht von Martina und Ralle

04. August 2011 Los ging unsere Urlaubstour zunächst einmal in einem Abteil der Deutschen Bundesbahn. Diese sollte uns und unsere Motorräder (Ducati 900 SS und Kawasaki Z 750 S) stressfrei von Düsseldorf nach Narbonne (Südfrankreich) transportieren -was sie auch tat. Am nächsten Morgen angekommen führte unser Weg zuerst etwa 250 km südwärts, zum Fährhafen in Barcelona. Die nächste Etappe sollte mit der Fähre bewältigt werden, die uns dann über Nacht zu Freunden auf Mallorca brachte.



Von unserem Quartier im Landesinneren (Montuiri) steuerten wir zunächst die Badebuchten und Strände im Westen der Insel an. Allerdings lässt sich auf Mallorca nicht nur baden und feiern sondern auch ausgezeichnet Motorrad fahren. Die meisten Straßen, Haupt- und Nebenstraßen, sind in einem sehr guten Zustand. Selbstverständlich dürfen eine Tour durch Berge im wunderschönen Westen der Insel und ein Abstecher, hinunter nach Sa Calobra nicht fehlen. Diese berühmt berüchtigte Serpentinenstrecke hat ihren Ruf verdient... ein permanenter Kreisverkehr mit Gegenverkehr -überwiegend Busse- die 80 % der Straßenbreite in Anspruch nehmen... Vorsicht ist geboten - trotzdem ein klasse Fahrspaß....!

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Nach einer Woche verabschiedeten wir uns und ließen uns für einige Tage etwa 80 km südlich von Barcelona, an der Costa Dourada, Platja Calafell, nieder. Mit einigen Freunden besuchten wir ein Treffen vom Harley-Club Catalunya in El Vendrell.

Nach dem Wochenende machten wir und dann in Richtung Norden auf. Quer durch das Land über Lleida, Benabarre war unser Ziel die spanischen Pyrenäen. Alleine Fahrt in die Pyrenäen brachte schon einmalige Ein- und Ausblicke in die wunderschöne Landschaft.



Wir hatten uns einen Campingplatz nahe der Ortschaft "La Puebla de Roda" (A 1605, Roda de Isabena/Rio Isabena) als Quartier ausgesucht und hier ein kleine Holzhütte gemietet. Die nachfolgenden Fahrten auf wirklich sehr guten und wenig befahren Straßen lassen das Motorradfahrerherz höher schlagen.

Ausfahrten in die benachbarten Nationalparks waren ein Erlebnis. Enge Schluchten, Wildbäche, grandiose Ausblicke, tiefblaue Stauseen, alte Klöster und Kurven, Kurven, Kurven.... Die Tourenvorschläge der Campingplatzbetreiber waren lohnenswert; andererseits ist es egal in welche Richtung man fährt - einfach nur geil! Nach der Befreiung vom Leder dann eine Abkühlung im campingplatzeignen Pool und zum Tagesausklang einen spanischen Rotwein! Ha... Urlaub



Obwohl wir noch viel länger in den Pyrenäen hätten bleiben können, zog es uns weiter in Richtung Norden. Nach Überquerung der Pyrenänen hatten wir das fanz. Zentralmassiv und zwar genauer den National Park Cèvenne/Auvergne im Visier. Ein Highlight auf der Hinfahrt über Toulouse, Albi, S. Affrique war u.a. das Befahren des Viadukt de Millau, die mit 2460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt.



Die Fahrt auf der 907 entlang des "Tarn", welche dann durch die Schlucht "Gorges du Tarn" zwischen den Orten Le Rozier und Sainte-Enimie führt, ließ bereits ahnen, dass auch hier tolle Landschaften, Felsen, mittelalterliche Städte, alte Burgen und Klöster und natürlich wieder Kurven, Kurven, Kurven uns erwarten. Auch wenn die Straßen hier in einem nicht ganz so guten Zustand waren wie im Nachbarland, ist der Fahrspaß garantiert.

Anzumerken ist, dass aufgrund der Wegeführung durch die Berge eine 150 km Rundfahrt schon mal ganztätig dauern kann. Warnschilder über Straßenschäden sollten ernst genommen werden und man sollte auf ausreichend Benzin im Tank achten...



Nachdem wir einige Tage in einem Mobilhome auf einem Campingplatz in der Ortschaft Ispagnac verbracht hatten ging unsere Reise über Le Puy, St. Etienne, Lyon, Dijon in Richtung Vogesen/Elsaß. Die unter Motorradfahrer hinlänglich bekannten Ziele "Col de la Schlucht" und "Grand Ballon" wurden auch von uns unter die Reifen genommen.



Von der Gastfreundlichkeit, der sehr guten Elsässer Küche und dem ausgezeichneten Vin de Alsace konnten wir uns einem netten Gasthaus mit Pension nahe La Bresse überzeugen.

Nach einigen Tagen in der in den sanfteren Hügeln der Vogesen ging es dann über einen Zwischenstopp bei Freunden an der franz. Grenze zu Deutschland wieder nach Hause.



Das Fazit der Reise:

Die Reisezeit von Anfang Juni war gut gewählt - wenig Tourismus und die Temperaturen waren, trotz Spitzen von bis zu 37° "noch" erträglich. Regen erwischte uns lediglich auf der Rückfahrt. Fährüberfahren und Unterkünfte hatten wir nicht vorgebucht - Buchungen waren zu dieser Zeit kein Problem! Routenplanung und Wegfindung ließen sich sehr gut über Straßenkarten regeln - das mitgeführte Navigationsgerät war in Barcelona jedoch "Gold" wert!

Kawa und Duc haben einwandfrei durchgehalten. Es bleiben unvergessliche Eindrücke, über 5000 gefahrende Kilometer - größtenteils in (mehr oder weniger starker) Schräglage- und das das Gefühl... da müssen wir unbedingt wieder hin!


Autoren: Martina und Ralle



Kommentare


ABSENDEN

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yamaha900
Könnte mich auch sicher mal reizen!
Schönen Gruß aus dem Sauerland
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Missing_mini
Gelöschter Benutzer
sagt mal,was kostet das mit dem zug nach narbonne? und die fähre nach mallorca.habe nächtes jahr vor,10 tage nach malle zu fahren.
gruß reiner
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Gengu
So ähnlich haben wir es auch gemacht - allerdings sind wir die ganze Strecke mit unseren beiden Maschinen gefahren und in den Pyrenäen waren wir bestimmt nicht das letzte Mal - Gruß Mottenkönigin und Gengu
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physio1
Wenns geht, nehmt mich das nächste mal mit. LG physio
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physio1
Wenns geht, nehmt mich das nächste mal mit. LG physio
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